Wer nach einer Personal Trainer App sucht, stolpert schnell über ein kleines, aber wichtiges Problem: Mit „App“ ist nicht bei jedem Anbieter dasselbe gemeint. Mal geht es um die App für eure Kunden, mal um eure eigene Arbeitsoberfläche und manchmal sogar um eine App, die unter eurem Namen im Store erscheint. Entsprechend schwer sind die Preise miteinander zu vergleichen. Wir haben deshalb bei den Anbietern aus unserer Tabelle genauer hingeschaut: Welche Apps für Personal Trainer gibt es wirklich, was steckt hinter dem Begriff „eigene App“ und welche Kosten kommen jeweils dazu? Vorweg: Eine Lösung haben wir uns besonders genau angesehen und bewertet.
Personal Trainer App: unsere Empfehlung
| Personal Trainer App | Highlights | mehr Infos |
|---|---|---|
medo.core![]() | medo.core ist die Business-Software des Wittener Herstellers medo.check, medo.coach die dazugehörige Kunden-App für iOS und Android. Für wen: Einzeltrainer mit festem Kundenstamm und PT-Studios mit mehreren Trainern, die Termine, Rechnungen, Check-ups (Anamnese und Tests) und Trainingsplanung in einem Programm haben wollen. Kunden-App: Kurse und, mit dem Buchungsmodul, Termine buchen, Trainingspläne mit Videos, Werte und Fortschritte tracken, Chat, Verträge und Rechnungen im Dokumentenarchiv. Trainer-App: die medo.core-Weboberfläche fürs Smartphone, mit Icon auf dem Homescreen. Eigene Marke: Farben, Logo und Titel stellt ihr selbst ein, auf Wunsch bis zum eigenen Store-Icon. Preis: Lizenz nach Kundenzahl ab 19 € im Monat, die Aktivierung der Klienten für medo.coach per Credits oder als Flatrate; kostenlose Produktdemo. Gut zu wissen: Hosting in Deutschland, Push-Nachrichten, Timer für Zirkel- und Tabata-Training. | ➝ mehr Infos zu medo.core ➝ zum Anbieter |
Ein Wort, drei Apps: was „Personal Trainer App“ eigentlich meint
Bevor ihr euch durch Preise und Funktionslisten arbeitet, lohnt sich eine kurze Sortierung. Denn „Personal Trainer App“ klingt eindeutig, ist es aber nicht. Die Anbieter verwenden den Begriff für unterschiedliche Dinge.
Die Kunden-App landet auf dem Smartphone eurer Kunden. Sie sehen dort ihren Trainingsplan und Übungsvideos, tragen Gewichte oder Umfänge ein, haken Sätze ab und können euch über den Chat Fragen schicken. Bei den Anbietern, die es ausdrücklich so angeben, ist die App für Kunden kostenlos und Teil eures Abos. Im Alltag ist das praktisch: Trainingsplan, Termine und Kommunikation liegen an einem Ort, statt sich über Excel, WhatsApp und E-Mail zu verteilen.
Wenn eure Kunden mit Smartwatch oder Tracker trainieren, lohnt sich ein Blick auf die Schnittstellen. medo.coach bindet Apple HealthKit und Google Fit an. TrueCoach hat Apple Health, Garmin, OURA, WHOOP und MyFitnessPal, Trainerize Integrationen mit Kunden-Apps und Wearables ab dem Grow-Plan, My PT Hub Wearable-Daten in Echtzeit.
Die Trainer-App ist dagegen euer Werkzeug für den Alltag. Einige Anbieter haben dafür eine separate App, etwa Trainero Coach App, Hevy Coach, Everfit for Coach, Harbiz Manager oder TRAINDOO Coach. Andere machen ihre Weboberfläche so mobil, dass sie sich auf dem Smartphone praktisch wie eine App nutzen lässt. Bei medo.core ist das die mobile Webanwendung mit Icon auf dem Homescreen. Damit könnt ihr unterwegs Termine eintragen, eine Session dokumentieren oder auf eine Chatnachricht reagieren. Gerade auf der Trainingsfläche ist das relevant: Die beste Funktion bringt wenig, wenn ihr dafür jedes Mal an den Laptop müsst.
Die eigene App ist schließlich die Kunden-App in eurem Branding. Das kann lediglich euer Logo und eure Farbe in der Hersteller-App bedeuten – oder eine App, die tatsächlich unter eurem Namen im App Store zu finden ist. Genau hier entstehen die größten Unterschiede bei den Preisen. Deshalb schauen wir uns die drei Branding-Stufen weiter unten noch einmal separat an.
Eine weitere Stolperfalle sind Endnutzer-Apps wie Freeletics oder BodBot. Sie richten sich an Menschen, die ohne persönlichen Coach trainieren möchten. In der Google-Suche stehen sie schnell neben den eigentlichen Lösungen für Trainer – für eure Suche sind sie aber etwas anderes.
📱 Kunden-App
Laden eure Kunden aus dem Store: Trainingsplan, Tracking, Chat, Check-in. Für die Kunden in der Regel kostenlos, im Abo des Trainers enthalten.
🧑🏫 Trainer-App
Eure mobile Arbeitsoberfläche: Termine, Session-Dokumentation, Nachrichten, Kundenprofil. Als eigene App oder als mobile Weboberfläche.
🏷️ Eigene App
Die Kunden-App mit eurem Branding. Stufe 1: Logo und Farben. Stufe 2: eigener Name und Icon. Stufe 3: eigener Eintrag im App Store.

Personal Trainer Apps im Vergleich
Die folgende Tabelle umfasst die Anbieter, die eine Kunden-App für Personal Trainer anbieten und die uns auf dem deutschen Markt begegnet sind. Grundlage sind die jeweiligen Websites und Preisseiten, geprüft im September 2026. medo.core haben wir zusätzlich im Detail angesehen und bewertet. Die Preise sind Netto-Listenpreise bei monatlicher Zahlung, sofern der Anbieter diese ausweist; Trainerize, TrueCoach, Everfit, Hevy Coach und PT Distinction rechnen in US-Dollar. Bei „Eigene Marke“ verwenden wir die drei Stufen aus dem nächsten Kapitel: 1 steht für Logo und Farben in der Hersteller-App, 2 für eigenen Namen und eigenes Icon, 3 für einen eigenen Store-Eintrag. medo.core steht bewusst an erster Stelle, danach ist die Tabelle alphabetisch sortiert.
Wenn ihr mobil unterwegs seid: Am besten das Handy drehen für eine optimale Tabellen-Darstellung.
| App-Anbieter | Apps | Eigene Marke | Preismodell (Stand 09/2026) | Kostenlos starten |
|---|---|---|---|---|
| medo.core / medo.coach | Kunden-App medo.coach (iOS/Android), Trainer-App als mobile Weboberfläche | Stufe 1 inklusive (Logo, Farben, Titel); Whitelabel bis zum eigenen Store-Icon auf Anfrage | Lizenz nach Kundenzahl ab 19 €/Monat (bis 10 Kunden), Business 50 ab 39 €, Business 150 ab 59 €; medo.coach je aktiviertem Klient per Credits (10er-Paket 75 € einmalig) oder Flatrate | Kostenlose Produktdemo statt Testversion |
| Everfit | Everfit-App für Kunden, Everfit for Coach (iOS/Android) | Stufe 1 ab Pro-Plan; Stufe 3 (White Label) nur Enterprise | Starter kostenlos (5 Kunden), Pro ab 19 $/Monat (5 Kunden, degressiv je Kunde), Studio ab 105 $ (50 Kunden) | Dauerhaft kostenlos bis 5 Kunden |
| GAINSFIRE | Eine App für Trainer und Kunden (iOS/Android) | Stufe 1 (euer Logo) in jedem Paket | Preise nur in der App einsehbar, Abrechnung als In-App-Kauf | 30 Tage Test |
| Harbiz | Harbiz für Kunden, Harbiz Manager für Trainer (iOS/Android) | Stufe 2 (eigener Name und eigenes Icon) im Plan „Meine App“; ob eigener Store-Eintrag, sagt die Preisseite nicht | Grundlegend 19 €/Monat (5 Kunden), Profi 119 € (50 Kunden), Meine App 199 € (50 Kunden); jährlich 25 % günstiger | 14 Tage Test ohne Kundenlimit |
| Hevy Coach | Kunden trainieren in der Hevy-App, Hevy Coach für Trainer | keine Angabe | ab 25 $/Monat (1 bis 10 Kunden), gestaffelt bis 1.000 Kunden; Hevy Pro für eure Kunden inklusive | 30 Tage Test |
| Hexfit | Hexfit-App für Kunden (ab Solo-Plan), Web und App für Trainer | Stufe 1 ab Growth-Plan; Stufe 3 als Add-on zum Studio-Plan | Starter 19 €/Monat (5 Kunden, ohne Kunden-App), Solo 50 € (15), Growth 90 € (40), Studio 250 € (500); Store-App +99 €/Monat bei Jahreszahlung | Kostenlose Testversion |
| My PT Hub | Eine App für Trainer und Kunden (iOS/Android) | Stufe 2 (Custom branded app: Icon, Logo, Farben, Name) oder Stufe 3 (White label app mit eigenem Store-Eintrag) | Starter 25 €/Monat (3 Kunden), Premium 59 €, Ultimate 215 €; Custom branded app 95 € einmalig; White label app 145 €/Monat | 30 Tage Test |
| nutrilize | nutrilize-App für Kunden, nutrilize for Coaches | Stufe 3 (eigener Auftritt in den Stores) auf Anfrage | 5 € bis 12,50 € je Kunde und Monat, degressiv; 150 € Starter-Paket einmalig | 14 Tage Test |
| Online Coach App | Eine App für Coach und Kunden (iOS/Android) | Stufe 1 (Logo und Farben), vom Anbieter als White Label bezeichnet | Preise nur im Demo-Call | keine Angabe |
| OptiOffice | Kunden- und Trainer-App (iOS/Android) | Stufe 1 inklusive; Stufe 3 (eigene App im Store) als Zusatz | Basis-Lizenz 69 €/Monat; eigene App 999 € einmalig plus 15 €/Monat Servicepauschale | 14 Tage Test |
| PT Distinction | PT-Distinction-App (iOS/Android) | Basic ohne Branding; ab Pro „eigene gebrandete Apps“, Stufe nicht näher beschrieben | Basic 19,90 $/Monat (3 Kunden), Pro 59,90 $ (25), Master 89,90 $ (50); weitere Kunden je 6 $ / 2,40 $ / 1,60 $ | 1 Monat Test |
| TotalCoaching | Kunden-App „My Online Coach“ (iOS/Android), Web für Trainer | Stufe 1 (Logo und Farben in App und E-Mails) | Starter 14 €/Monat (5 Kunden), Pro 45 € (20 Kunden, 3 Trainer), bis Enterprise 219 € (1.000 Kunden) | 7 Tage Test |
| Traindoo | Klienten-App auf Deutsch (iOS/Android), TRAINDOO Coach für Trainer | Stufe 1 (Logo und Name in der App); Stufe 3 im Enterprise-Plan | 1 Athlet 0 €, 2 bis 3 Athleten 15 €, 4 bis 6 Athleten 39 €, 7 bis 10 Athleten 69 €, 11 bis 20 Athleten 119 €, 21 bis 50 Athleten 219 €, 51 bis 100 Athleten 350 €/Monat; Ernährung +3 € je Athlet; 100 € Starter-Paket einmalig | 1 Athlet ohne Monatsgebühr, 14 Tage Test mit unbegrenzt Klienten |
| Trainerize | ABC Trainerize App für Kunden und Trainer (iOS/Android) | Stufe 2 (Custom Branded App mit eigenem Icon) als Zusatz ab Pro; Stufe 3 (eigener Store-Eintrag) nur Enterprise | Basic kostenlos (1 Kunde), Grow 9 $/Monat (2), Pro ab 23 $ (5 bis 200 Kunden); gebrandete App 169 $ einmalig im Pro-Plan | Dauerhaft kostenlos mit 1 Kunde, 30 Tage Test |
| Trainero | Client App und Coach App (iOS/Android), Oberfläche u. a. auf Deutsch | Stufe 3 (White-Label-App mit eurem Namen, Logo und Farbschema) | Premium 30 €/Monat (bis 200 Pläne), Ultra 60 € (600 Pläne), unbegrenzt Kunden; White-Label-Plan auf Anfrage | 14 Tage Test |
| TrueCoach | TrueCoach-App für Coaches und Kunden (iOS), Kunden auch Android | „Custom-Branded Fitness App“ ab Standard-Plan, Stufe nicht näher beschrieben | Starter 26,34 $/Monat (5 aktive Kunden), Standard 57,99 $ (20), Pro 136,99 $ (50) | 14 Tage Test |
| Virtuagym | Virtuagym-App für Kunden, Virtuagym Coach für Trainer (iOS/Android) | Stufe 3 (gebrandete App mit eigenem App-Symbol im Store) im All-in-One-Paket | Coaching-App kostenlos; All-in-One-Paket (für Trainer mit mehr als 50 Kunden) auf Anfrage | Kostenlose Coaching-App |
| Zenfit | Zenfit-App für Kunden, Coach App für Trainer | „Custom Branded App“ in allen Plänen, Stufe nicht näher beschrieben | Basic 106 €/Monat (bis 10 Kunden), Standard 306 € (bis 20), Pro 20 € je Kunde | 14 Tage Test, 30 Tage Geld zurück |
Synaptos, das auf unserer Startseite ebenfalls steht, fehlt hier bewusst: Es ist eine Praxissoftware für Termine, Dokumentation und Abrechnung; eine Kunden-App gehört nicht dazu (Stand September 2026). BenFit, das in der Google-Suche zu Personal-Trainer-Apps auftaucht, ist ein Ernährungsprogramm mit Kunden-App und ohne Trainer-App und bleibt deshalb ebenfalls draußen.
Eigene App im App Store: was die Anbieter darunter verstehen
„Eigene App“ klingt nach einem klaren Produkt. In der Praxis kann damit aber ziemlich Unterschiedliches gemeint sein. Vor dem Kauf solltet ihr deshalb genau klären, welche Stufe der Anbieter tatsächlich liefert.
🎨 Stufe 1: Euer Logo in der App des Herstellers
Eure Kunden laden weiterhin die App des Anbieters aus dem Store, sehen darin aber euer Logo und eure Farben. Der Name der App im Store bleibt der des Herstellers. Bei vielen Anbietern ist diese Form des Brandings bereits enthalten oder vergleichsweise günstig: GAINSFIRE brandet die Kunden-App in jedem Paket mit eurem Logo, bei Traindoo lassen sich Logo und Name hinterlegen, TotalCoaching passt sogar E-Mail-Benachrichtigungen an euer Design an. Everfit bietet Logo und Farben ab dem Pro-Plan, Hexfit ab dem Growth-Plan. Bei medo.coach nimmt euer Logo in der Hauptansicht viel Platz ein; Farben und Titel könnt ihr selbst festlegen.
🏷️ Stufe 2: Eigener Name und eigenes Icon
Hier wird es sichtbarer: Auf dem Smartphone erscheint die App mit eurem Namen und eurem Icon. My PT Hub beschreibt die Abgrenzung besonders deutlich: Die „Custom branded app“ kostet 95 € einmalig und bringt eigenes Icon, eigenen Namen und eigene Farben. Im Store bleibt die App trotzdem dem Anbieter zugeordnet. Genau darin liegt der Unterschied zur teureren „White label app“. Harbiz führt eine App mit eigenem Namen und Icon im Plan „Meine App“, PT Distinction nennt ab dem Pro-Plan „eigene gebrandete Apps“, Trainerize bietet eine „Custom Branded App“ mit eigenem Icon als Zusatz im Pro-Plan. Ob bei diesen drei auch der Store-Eintrag unter eurem Namen läuft, geht aus den jeweiligen Preisseiten nicht eindeutig hervor.
🚀 Stufe 3: Eigener Eintrag im App Store
Bei der dritten Stufe taucht eure App tatsächlich unter eurem Namen im Store auf – mit eigener Beschreibung und eigenen Screenshots. OptiOffice spricht von einer „eigenen App im App-Store“, Trainero und nutrilize von White Label, Hexfit verkauft die Store-App als Zusatz zum Studio-Plan. Bei Trainerize und Everfit ist diese Variante dem Enterprise-Bereich vorbehalten. medo.check spricht von „komplettem Whitelabeling bis hin zum eigenen Store-Icon“; ob damit im konkreten Angebot auch ein eigener Store-Eintrag gemeint ist, solltet ihr euch bestätigen lassen. Ein Blick in den jeweiligen App Store ist ebenfalls hilfreich, weil dort sichtbar wird, wer als Entwickler hinter der App steht.
Wir haben dafür auch in den deutschen App Store geschaut. Die White-Label-Apps von Trainero, etwa „Fitfarm“ oder „Aspria Fitness App“, laufen dort unter dem Entwicklerkonto von Trainero Oy. Bei nutrilize finden sich beispielsweise „AT Fitness“ und „LL-Coaching“ unter nutrilize GmbH. Hexfit-Apps wie „harmony fitness“ und „Entrena-t 24h“ stehen unter Hexfit Solutions Inc.; bei OptiOffice laufen „123fit“ und „CryoCenter Pulheim“ unter demselben Entwicklerkonto wie die OptiOffice-App.
Für eure Kunden macht dieser Unterschied kaum einen Unterschied – für euch schon. Wenn der Anbieter das Entwicklerkonto nutzt, kümmert er sich auch um Veröffentlichung, Updates und die Anforderungen der Stores. Wollt ihr selbst als Entwickler auftreten, braucht ihr ein eigenes Konto: Das Apple Developer Program kostet 99 US-Dollar pro Jahr, die Registrierung bei Google Play 25 US-Dollar einmalig (Stand September 2026). My PT Hub weist ausdrücklich auf ein erforderliches „App Store Developer Account“ hin. Everfit bietet im Enterprise-Plan Unterstützung für Apple- und Google-Developer-Konten.
🔎 Wer steht im Store? Was wir gefunden haben
- Hersteller als Anbieter: Trainero, nutrilize, OptiOffice, Hexfit (Beispiel-Apps im deutschen App Store unter dem jeweiligen Entwicklerkonto)
- Eigenes Developer-Konto des Trainers nötig: My PT Hub (White label app)
- Developer-Konto mit Unterstützung des Herstellers: Everfit (Enterprise)
- Im Angebot zu klären: bei medo.core, weil die Whitelabel-Stufe dort ohnehin Angebotssache ist; bei Traindoo, Virtuagym, Harbiz und Trainerize, weil es dort nirgends steht
Was die drei Stufen kosten
Auch bei den Preisen sieht man, wie unterschiedlich die Modelle sind. OptiOffice verlangt für die eigene Store-App 999 € einmalig plus 15 € monatlich; Programmierung und Veröffentlichung in beiden Stores sind enthalten. Trainerize berechnet im Pro-Plan 169 $ einmalig für die gebrandete App, während der eigene Store-Eintrag Enterprise-Kunden vorbehalten ist. My PT Hub trennt die Stufen klar: 95 € einmalig für Icon, Logo und Namen, 145 € monatlich für den eigenen Store-Eintrag. Bei Hexfit hängt die Store-App am Studio-Plan von 250 € monatlich und kostet bei Jahreszahlung zusätzlich 99 € im Monat. Harbiz verlangt für Stufe 2 im Plan „Meine App“ 199 € monatlich bei bis zu 50 Kunden.
medo.check, Traindoo, Trainero, nutrilize, Virtuagym und Everfit nennen für die Whitelabel-Stufe keinen festen Listenpreis. Hier führt also kein Weg am individuellen Angebot vorbei. Alle genannten Preise beziehen sich auf den Stand September 2026 und sind netto.
Der Schritt von Stufe 1 zu Stufe 3 verändert vor allem euren Auftritt. Eine App unter eurem eigenen Namen wirkt anders als ein Logo innerhalb der Hersteller-App und kann gerade für Trainer interessant sein, die stark über ihre Marke arbeiten. Ob sich dafür 999 € einmalig oder 145 € im Monat rechnen, hängt deshalb weniger von der Technik als von eurem Geschäftsmodell ab. Für einen Einzeltrainer mit zwölf Stammkunden ist ein eigener Store-Auftritt oft schwer zu rechtfertigen. Für einen Online-Coach, der über Instagram und andere Kanäle neue Kunden gewinnt, kann die eigene App dagegen Teil des Markenauftritts sein.
Die Trainer-App auf der Fläche
Zwischen zwei Sessions ist selten Zeit, erst einmal den Laptop aufzuklappen. Genau deshalb zeigt sich bei der Trainer-App schnell, ob eine Software im Alltag funktioniert.
Im Idealfall könnt ihr direkt auf der Fläche einen Termin anlegen oder verschieben, Sätze, Wiederholungen und Gewichte der laufenden Session dokumentieren und auf eine Kundenfrage antworten – ohne ständig zwischen verschiedenen Programmen zu wechseln.
Hevy Coach bietet dafür eine eigene Coach-App, in der ihr die Sätze eurer Kunden während der Session live mitschreiben könnt. medo.core führt betreute Sessions mit Inhalten und Notizen in der Verlaufshistorie und verbindet Terminplanung und Chat mit der mobilen Oberfläche. Bei Traindoo seht ihr beim Planen die bisherige Leistung eurer Trainees; „TRAINDOO Coach“ gibt es als eigene Trainer-App. Trainero trennt Coach App und Client App, Harbiz bringt den „Harbiz Manager“ mit. Solche Funktionslisten sagen allerdings wenig darüber, wie sich die App auf der Fläche anfühlt. Wenn euch die mobile Arbeit wichtig ist, testet die App deshalb mit einer echten Session statt nur mit einer Demo.
Ein Detail wird dabei gerne übersehen: Eine Web-App braucht eine Internetverbindung. Das gilt auch für medo.core; für den Offline-Fall gibt es dort eine Windows-Installationsversion. Trainiert ihr beispielsweise in einem Kellerstudio mit schlechtem Empfang, testet die Trainer-App genau unter diesen Bedingungen. Erst dann wisst ihr, ob sie im Alltag wirklich zu eurem Studio passt.
Was eine Personal Trainer App kostet
„Was kostet die App?“ ist deshalb keine ganz einfache Frage. Bei den meisten Anbietern steckt die Kunden-App bereits im normalen Abo, während eine stärker gebrandete eigene App extra kostet. Bei medo.core kommt außerdem ein Kostenpunkt hinzu, den wir in dieser Form bei keinem anderen Anbieter der Tabelle gefunden haben.
Abrechnung nach Kunden ist in unserer Übersicht das häufigste Modell. Traindoo reicht von 0 € für einen Athleten über 15 € für zwei bis drei und 119 € für 11 bis 20 bis zu 350 € für 51 bis 100 Athleten. nutrilize berechnet 5 € bis 12,50 € je Kunde und Monat. Auch Everfit und Zenfit arbeiten ab bestimmten Größen mit kundenbezogenen Preisen. TrueCoach, Harbiz, PT Distinction, TotalCoaching und Hexfit setzen dagegen auf Pakete mit Kundenobergrenzen. Für einen fairen Vergleich solltet ihr deshalb nicht nur den heutigen Kundenstand nehmen, sondern überlegen, wie viele Kunden ihr in den nächsten zwölf Monaten realistisch betreut.
Abrechnung nach Plänen gibt es in unserer Tabelle nur bei Trainero: 30 € monatlich für bis zu 200 Trainings- oder Ernährungspläne, 60 € für 600, bei unbegrenzt vielen Kunden. Das kann interessant sein, wenn ihr mit wenigen Vorlagen viele Kunden betreut. Wer dagegen für jeden Kunden ständig neue Pläne anlegt, sollte die Grenze genau im Blick behalten.
Abrechnung nach Datenbankgröße gibt es bei medo.core: Entscheidend ist, wie viele Kunden und Interessenten ihr anlegen könnt und welche Module ihr bucht. Die Lizenz startet bei 19 € im Monat für 10 Kunden und 40 Interessenten. Weitere Nutzer werden nicht separat berechnet.
Die medo.coach-App selbst ist im Store kostenlos. Die Aktivierung eines Klienten ist bei medo.check jedoch ein eigener Kostenpunkt: entweder über Credits (10er-Paket 75 € einmalig) oder über eine Flatrate, die von der Lizenzgröße abhängt. Bei der Business-150-Lizenz ab 59 € monatlich kostet diese Flatrate beispielsweise 39 € im Monat für unbegrenzt viele Klienten. Welche Variante bei eurer Kundenzahl günstiger ist, wird im Angebot berechnet. Als einfache Orientierung gilt: Je häufiger ihr neue Klienten für die App aktiviert, desto eher kann sich die Flatrate rechnen.
Kostenlos starten geht bei einigen Anbietern dauerhaft, allerdings mit klaren Grenzen: Traindoo erlaubt einen Athleten, danach fällt einmalig das 100-€-Starter-Paket an. Trainerize bleibt bei einem Kunden kostenlos, Everfit bei bis zu fünf Kunden. Virtuagym bietet eine kostenlose Coaching-App, bis ihr in das All-in-One-Paket wechselt. Die übrigen Anbieter arbeiten überwiegend mit Testzeiträumen – von sieben Tagen bei TotalCoaching bis zu einem Monat bei PT Distinction, Trainerize, My PT Hub, Hevy Coach und GAINSFIRE. medo.check setzt statt einer klassischen Testversion auf eine kostenlose Produktdemo mit Onboarding. Bei den Anbietern, die es ausdrücklich ausweisen, müssen eure Kunden für die App selbst nichts bezahlen.
Laufzeit und Kündigung findet man dagegen erstaunlich selten in der eigentlichen Preistabelle. Monatlich kündbar sind OptiOffice (mit einem Monat Kündigungsfrist), Traindoo, GAINSFIRE, TrueCoach, PT Distinction, Hevy Coach, Zenfit und nutrilize. Harbiz wirbt mit „Keine Bindung“ und gewährt bei Jahreszahlung 25 % Rabatt. Hexfit rechnet die Store-App nur bei Jahreszahlung ab. medo.core arbeitet mit festen Vertragslaufzeiten – weniger flexibel als ein monatlich kündbares Abo, dafür mit mehr Planungssicherheit. Wenn Mindestlaufzeit oder Kündigungsfrist nicht klar genannt werden, fragt vor der Unterschrift nach.
So rechnet ihr richtig
- Kundenzahl in zwölf Monaten schätzen und die Staffel des Anbieters für diese Zahl lesen.
- Eigene App als eigenen Posten notieren: einmalig (Trainerize, My PT Hub Custom branded), einmalig plus Servicepauschale (OptiOffice) oder monatlich (Hexfit, Harbiz, My PT Hub White label).
- Laufzeit prüfen: monatlich kündbar oder Jahresvertrag.
- Bei medo.core die App-Aktivierung je Klient mitrechnen: Credits oder Flatrate.
- Netto vergleichen: Als Personal Trainer holt ihr die Umsatzsteuer als Vorsteuer zurück; nur Kleinunternehmer zahlen sie tatsächlich mit.
Sprache und Gesundheitsdaten: zwei Fragen, die die Preisliste nicht beantwortet
Eine deutsche Kunden-App bestätigen Traindoo ausdrücklich mit einer „Trainee-App mit personalisiertem Design in deutscher Sprache“ und Trainero mit Deutsch in der Sprachenliste. medo.coach, OptiOffice, GAINSFIRE, nutrilize und die Online Coach App stammen von deutschen Herstellern. Bei Harbiz, Virtuagym, Zenfit und der Everfit-Kunden-App ist Deutsch im jeweiligen App-Store-Eintrag aufgeführt. Ganz zuverlässig ist dieses Feld allerdings nicht: OptiOffice und Traindoo werden im Store mit „Englisch“ geführt, obwohl beide auf Deutsch nutzbar sind. Hexfit hat eine deutsche Website, der Store-Eintrag nennt Englisch. Bei TrueCoach, Trainerize, My PT Hub, PT Distinction, Hevy Coach und TotalCoaching sind Website, Preisseite und Store-Eintrag englisch; ob die Kunden-App eine deutsche Oberfläche bietet, lässt sich dort nicht eindeutig ablesen.
Ob Englisch für eure Kunden tatsächlich ein Problem ist, hängt vom Kundenstamm ab. In einem internationalen Umfeld kann eine englische Oberfläche völlig selbstverständlich sein. Bei einer überwiegend deutschsprachigen Kundschaft kann sie dagegen schnell zur unnötigen Hürde werden. Das lässt sich am besten mit den eigenen Kunden einschätzen – und notfalls in der Testphase ausprobieren.
Beim Serverstandort geht es dagegen um ein rechtlich relevantes Thema. Trainingsgewichte, Körperumfänge, Fortschrittsfotos oder ein Ernährungstagebuch können Gesundheitsdaten im Sinne von Art. 9 DSGVO darstellen. Als Trainer oder Studiobetreiber seid ihr dabei regelmäßig für die Verarbeitung verantwortlich. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag gehört deshalb ebenso auf die Checkliste wie die Frage, wo die Daten tatsächlich gespeichert werden.
medo.core hostet auf Servern in Deutschland. Traindoo speichert alle Daten in Europa, die Online Coach App nutzt deutsche Server. Trainero betreibt Rechenzentren auf vier Kontinenten; in welchem Rechenzentrum eure Daten konkret landen, solltet ihr vor dem Vertrag klären. My PT Hub speichert bei Amazon Web Services in den USA. Bei Trainerize, PT Distinction, Everfit und Hevy Coach haben wir in den Datenschutzerklärungen keinen Serverstandort gefunden (Stand September 2026). TrueCoach, TotalCoaching, Hexfit, Harbiz und Zenfit haben wir in diesem Punkt nicht geprüft. Die Frage gehört daher vor dem Start auf eure Checkliste.
Häufige Fragen zu Personal Trainer Apps
Welche Personal Trainer App lohnt sich für das Kundenmanagement?
Wenn ihr nicht nur Trainingspläne, sondern auch Termine, 10er-Karten oder Pakete, Rechnungen und Verträge verwalten wollt, sollte hinter der App eine echte Business-Software stehen. medo.core erstellt Rechnungen, auch als E-Rechnung nach ZUGFeRD 2.3; sie können zudem in der medo.coach-App eingesehen werden. OptiOffice, Virtuagym und Hexfit ab dem Solo-Plan nennen ebenfalls Rechnungsfunktionen. Reine Coaching-Lösungen wie Traindoo, Hevy Coach oder TrueCoach konzentrieren sich stärker auf Training, Tracking und Chat. TrueCoach und Zenfit bieten zusätzlich Abo-Zahlungen über Stripe.
Gibt es eine Personal Trainer App kostenlos?
Ja, allerdings fast immer mit einer Begrenzung. Traindoo lässt einen Athleten ohne Monatsgebühr zu, Trainerize einen Kunden und Everfit bis zu fünf Kunden. Auch die Virtuagym-Coaching-App kann kostenlos genutzt werden, bevor ihr in das All-in-One-Paket wechselt. Die übrigen Anbieter setzen überwiegend auf Testphasen von sieben bis dreißig Tagen. Wo es ausdrücklich ausgewiesen ist, entstehen euren Kunden für die App selbst keine Kosten.
Kann ich als Personal Trainer eine eigene App erstellen lassen?
Ja. Dafür müsst ihr nicht selbst programmieren. Die Anbieter aus der Tabelle setzen eure App auf ihrer Plattform auf – von einem einfachen Branding innerhalb der Hersteller-App bis zum vollständigen eigenen Store-Eintrag. OptiOffice nennt dafür 999 € einmalig plus 15 € monatlich, My PT Hub 145 € monatlich und Hexfit 99 € monatlich zusätzlich zum Studio-Plan bei Jahreszahlung. medo.check, Traindoo, Trainero, nutrilize, Virtuagym und Everfit machen für die Whitelabel-Variante ein individuelles Angebot. Soll die App im Store tatsächlich unter eurem Firmennamen erscheinen, braucht ihr je nach Modell außerdem ein eigenes Entwicklerkonto bei Apple und Google.
Fazit
Klärt zuerst, welche der drei App-Arten ihr tatsächlich braucht – und schaut erst danach auf den Anbieter. Für einen Einzeltrainer vor Ort ist die mobile Trainer-App zusammen mit einer zuverlässigen Kunden-App meist wichtiger als ein aufwendiges Branding. Wenn ihr dagegen online coacht und eure Marke über Social Media aufbaut, kann ein eigener Store-Auftritt deutlich relevanter sein. Dabei solltet ihr ihn möglichst von Anfang an einplanen: Der spätere Wechsel von einer Hersteller-App auf eine eigene App kann bedeuten, dass eure Kunden die Anwendung neu installieren müssen. Wer vor Ort und online arbeitet, braucht vor allem einen sauberen Zusammenschluss von Terminen, Rechnungen, Kundendaten und Training. In einem PT-Studio mit mehreren Trainern gilt das umso mehr.
Unnötig teuer wird es vor allem dann, wenn ihr für Funktionen bezahlt, die ihr im Alltag kaum nutzt. Eine Store-App für 999 € oder 145 € im Monat muss zu eurem Geschäftsmodell passen – genauso wie ein Jahresvertrag zur tatsächlichen Kundenzahl. Rechnet die jeweilige Preisstaffel deshalb mit euren eigenen Zahlen durch, bevor ihr euch festlegt.
Wenn ihr euch nicht nur für die App, sondern für die komplette Software dahinter interessiert, findet ihr auf der Startseite unseren Vergleich der Personal Trainer Software mit Funktionen, Herstellern und Preisen. Ihr wisst noch nicht genau, welche Art von Lösung zu eurem Arbeitsmodell passt? Dann könnt ihr den Schnell-Check nutzen. Dort geht es unter anderem darum, ob ihr als Einzeltrainer, online oder im Studio arbeitet.

